Einfach machen!

Kinder-meeresschutzkommando

Wie eine Gruppe von Grundschüler:innen sich mit Begeisterung für die Meere einsetzt – und dabei auch die Großen erreicht

Manchmal fühlt Hella von Dallwitz sich fast überwältigt vom Enthusiasmus der Kinder. Seit drei Jahren betreut die Ökolandwirtin aus Brandenburg das „Kinder-Meeresschutzkommando“, eine lose Gruppe von Grundschüler:innen zwischen acht und zehn Jahren, die sich für den Schutz der Ozeane und ihrer Bewohner einsetzt. Und seit drei Jahren staunt von Dallwitz über die kindliche Energie und die Begeisterung. „Ich komme gar nicht hinterher, die haben so viele Ideen und so viel Spaß dabei!“ Auch für sie selbst sei das ein Gewinn: „Auf Demos oder bei der Vorbereitung ist das ein ständiges Schreien und Lachen und Gackern, einfach toll. Wir Erwachsene können wirklich viel von den Kindern lernen.“

Warum es ausgerechnet die Meere sind, für die sich die Kinder einsetzen? Von Dallwitz weiß es nicht. „Das kam von den Kindern, genauso wie sie die Gruppe aus Eigeninitiative gegründet haben.“ Seit drei Jahren sind immer mindestens fünf Kinder fest dabei, weitere kommen und gehen: Von Dallwitz’ eigene Kinder machen mit und Schulfreund:innen oder Nachbar:innen. Gemeinsam gestalten sie ein Magazin mit Comics und Preisausschreiben, sie gestalten und verkaufen Buttons, sammeln Spenden für Umweltprojekte, räumen Müll weg und gehen auf Demonstrationen. Bei Greenpeace unterhält die Gruppe eine Patenschaft für – natürlich – Meeresschutz.

Anders als bei vielen Erwachsenen gibt es bei den Kindern kein Zögern, keine Ermüdung und auch keine Bitterkeit angesichts all dem, was schlecht läuft in der Welt: „Die sehen ein Problem und wollen was dagegen tun“, erzählt von Dallwitz. „Dann rennen sie begeistert los und machen einfach.“

Und vielleicht ist das das größte Verdienst des „Kinder-Meeresschutzkommandos“: Dass ein paar Grundschüler aus Brandenburg den Erwachsenen zeigen, dass jede:r etwas tun kann für Umwelt- und Klimaschutz.