Es herrscht Stille in 3000 Metern Tiefe. Kein Sonnenlicht, nur die Scheinwerfer eines Tauchroboters. Im Lichtkegel plötzlich eine Welt voller Leben: ein Garten von Bambuskorallen, darin männliche Seespinnen mit ihren Jungen auf dem Rücken. Im Mai und Juni erkundete Greenpeace auf einer außergewöhnlichen Expedition teils unbekannte Lebensräume, die jedoch bereits in Gefahr sind: die arktische Tiefsee zwischen Norwegen und Grönland. Die Mission: erforschen und sichtbar machen, was auf dem Spiel steht. Je besser wir etwas kennen, desto zielgerichteter können wir es schützen. Denn genau in diesem Gebiet planen Industrie und Politik den Abbau von Rohstoffen, welcher den Lebensraum zerstören würde. Die Erkenntnisse dieser Expedition sollen helfen, echte Meeresschutzgebiete durchzusetzen. Mehr über die Ergebnisse lesen Sie in der kommenden Ausgabe der Greenpeace Nachrichten.

Vier Wochen waren Greenpeace-Expert:innen und Wissenschaftler:innen mit einem Forschungsschiff auf dem rauen Nordatlantik unterwegs. Von Bord aus erkundeten sie per Tiefsee-Tauchroboter eine der letzten großen Wildnisse des Planeten.

Greenpeace-Meeresexpertin Franziska Saalmann untersucht Proben vom Meeresgrund. Mehr Wissen über die Vielfalt des Lebens in der Tiefsee soll helfen, zerstörerischen Bergbau in der Region zu verhindern.

In 2300 Metern Tiefe hält der Tauchroboter ein Protestbanner in die Kamera: Rekord! Noch nie wurde in solcher Wassertiefe protestiert.

Auf den Tauchfahrten entstanden faszinierende Aufnahmen von den Bewohnern einer fremden Welt. Etwa von Glasschwämmen, die Fischen als Lebensraum dienen (oben). Oder von Dumbo-Oktopussen (links): Tiefseekraken, über deren Lebensweise noch nicht viel bekannt ist.
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