Für den Schutz des Klimas und der Umwelt ist Greenpeace auf allen Kontinenten aktiv – mit vielen mutigen und kreativen Aktionen

Rom Italien
Die Klimakrise hat viele Opfer – und ein paar ganz große Verursacher: Seit 2015 haben die Treibhausgasemissionen von nur fünf großen Öl-, Gas- und Energieunternehmen (BP, Chevron, Exxon, Shell, Total Energies) wirtschaftliche Schäden in Höhe von schätzungsweise mehr als fünf Billionen US-Dollar verursacht. Diese Zahl errechnet sich aus den Auswirkungen der Klimakrise auf die Gesundheit und Sicherheit von Menschen, die Kosten für Privateigentum und öffentliche Infrastruktur, den Verlust von Arbeits- und Schultagen, Ernteausfälle, Krankheitsausbrüche und vieles mehr. Einige Kosten – wie der Verlust von Menschenleben, Kulturdenkmälern und indigenen Sprachen – sind unbezahlbar. Aktivist:innen von Greenpeace in Afrika, Europa (im Bild Rom), Indien, Mexiko, den Philippinen und den USA haben den Konzernen diese riesige Rechnung präsentiert und erinnerten Energieversorger weltweit an ihre Verantwortung.

Jämtland Schweden
Diese Tiere sind gekommen, um ihre bedrohte Heimat zu verteidigen. Zwar hat das schwedische Umweltgericht dem Forstkonzern SCA die Abholzung in diesem Wald südlich von Vängel in Jämtland vorläufig verboten, doch das bedeutet noch keine Sicherheit. Der Künstler Marc „UÅ“ Strömberg hat die bunten Kunstwerke zusammen mit Greenpeace installiert. Das vorläufige Verbot des Umweltgerichts erging, nachdem Greenpeace zusammen mit örtlichen Umweltgruppen mehrere vom Aussterben bedrohte Arten in den Wäldern entdeckt hatte. Der Konzern SCA verstößt systematisch gegen die Informationspflichten des Umweltgesetzes und nutzt aus, dass die Kontrollen schwach sind.

Jakarta indonesien
Aktivist:innen von Greenpeace Indonesien protestierten friedlich vor dem Gaskraftwerk Muara Karang. Der Protest richtete sich gegen die lahmende Energiepolitik Indonesiens und forderte entschiedene Schritte, um die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern zu beenden. Am 15. November erhielt Indonesien auf der Klimakonferenz in Brasilien die Negativauszeichung „Fossil of the Day”, weil das Land Lobbyisten der fossilen Brennstoffindustrie in seine Delegation aufgenommen hatte.

Bilangbilangan Philippinen
Wir verklagen dich! 2021 brachte der Taifun Odette Zerstörung und Leid auch über die Provinz Bohol in den Philippinen. Mehr als 400 Menschen verloren in dem Sturm ihr Leben. Die Wissenschaft ist sich einig, dass die Klimakrise Extremwetter wie Odette immer wahrscheinlicher macht. Wegen seiner besonderen Verantwortung für die Klimakrise verklagen Einwohner:innen nun den Ölkonzern Shell. Die Klage macht die historischen Kohlenstoffemissionen des Konzerns geltend, aber auch dessen Täuschung und Desinformation über die Klimakrise, von deren Zustandekommen er spätestens seit den 1960er Jahren wusste.

Paris Frankreich
Eine Pyramide aus Fässern, aus denen giftig-grüne Pestizide schwappen – mitten in Paris würde das wohl niemanden kalt lassen. Dabei ist das, was Aktive von Greenpeace und anderen Bündnissen in der französischen Hauptstadt simulierten, anderswo traurige Realität: Weltweit werden Ökosysteme mit Pestiziden vergiftet – und wenn das EU-Mercosur-Handelsabkommen zwischen der Europäischen Union und südamerikanischen Ländern in Kraft tritt, kommen mehr belastete Nahrungsmittel auch zu uns. Die Protestierenden in Paris forderten daher von Frankreichs Präsident Macron, das EU-Mercosur-Abkommen nicht zu ratifizieren.

Junda Creek Kenia
Der 10. Oktober ist Mazingira-Tag in Kenia – jedes Jahr treffen sich Menschen, um Müll einzusammeln und Mangroven zu pflanzen. Lokale Greenpeace-Gruppen unterstützen die Aktionen seit Jahren. In einer Zeit, in der Kenia immer mehr unter Dürren und Überschwemmungen leidet, die Klimakrise also keine ferne Bedrohung mehr ist, sondern tägliche Realität, wächst die Bedeutung des Mazingira-Tags (Suaheli für Umwelt). Er wird immer mehr zu einem Tag des selbstbewussten Widerstands gegen die Verursacher:innen von Klimakrise und Naturzerstörung.

Kyjiw Ukraine
Es sind kaum vorstellbare Umstände – trotz Krieg im eigenen Land, häufigem Luftalarm und Sorgen um Freunde und Familie arbeitet das Team von Greenpeace Ukraine seit über einem Jahr im neu gegründeten Greenpeace-Büro jeden Tag für Umwelt- und Klimaschutz. Das Ziel: Eine starke, unabhängige, grüne Ukraine. Noch während Krieg und Zerstörung wüten, beginnt die Arbeit am grünen Wiederaufbau des Landes: So bildet Greenpeace Frauen darin aus, Solaranlagen zu installieren – Anfang November wurden die ersten in Betrieb genommen. Ein Projekt, das während des Krieges zu einer zuverlässigen Stromversorgung insbesondere für Krankenhäuser führt und zeigt, was möglich ist, wenn die Waffen schweigen. Wichtige Arbeit leistet Greenpeace Ukraine auch bei der Atomsicherheit. Im Spätherbst besuchte ein Team das Gelände des Atomkraftwerks in Chornobyl, um mit ukrainischen Wissenschaftler:innen die Strahlenbelastung des Kühlbeckens zu messen und Schäden zu dokumentieren, die der russische Drohnenangriff im Februar 2025 an der Schutzhülle des zerstörten Reaktors 4 hinterlassen hat.