Lesermeinung

„Das Zurückschicken muss endlich etwas kosten“

Wie steht es um Ihr Konsumverhalten? fragten wir angesichts des Retouren-Skandals. Viele Förderer verzichten auf Online-Shopping

Sandra Senft
Hameln

Gerade lese ich in den Greenpeace Nachrichten Ihren Artikel „Vernichten ist billiger“. Von nun an werde ich meine Bestellungen reduzieren, geschweige denn zurücksenden. Ihr Artikel hat mich aufgeweckt.

 

Helmut M. Gaber
München

Ich kaufe ein bis zweimal im Jahr etwas über den Onlinehandel. Meine regionalen Einkäufe vor Ort gestalte ich entschleunigt, verbunden mit einem Plausch. So wird Einkaufen zu einem positiven Erlebnis. Das kann mir ein „Klick im Netz“ nicht bieten.

 

Pauline Sammler
Erding

Ich kaufe nur online ein, wenn der von mir gewünschte Artikel nicht in der Nähe meines Wohnortes erhältlich ist. Oft frage ich vorher bei den örtlichen Ladengeschäften an, ob sie die gewünschte Sache bestellen können, und habe damit Erfolg.

 

Christa Thomas
München

Kleidung habe ich zweimal online bestellt. Beide Male waren ein Reinfall. Ich werde in Zukunft darauf verzichten. Das Zurückschicken muss endlich etwas kosten!

 

Daniela Fiegas
Schwalmtal

Ich bin schockiert über die Wegwerf-Politik der Onlinehändler und sie bekräftigt mich in meinem Lebensstil. Ich shoppe online – bei ebay-Kleinanzeigen. Egal ob Buch, DVD, Regal oder Musikinstrument. Zu 99% werde ich dort fündig und das zu günstigen Konditionen. Kleidung habe ich schon lange nicht mehr gekauft. Lieber organisiere ich einen privaten Kleidertausch. Das macht das Aussortieren bedeutend leichter. Nachhaltiger geht es nicht.

 

Patrick Große
Hannover

Ich reflektiere jeden Einkauf – ob online oder analog im Ladengeschäft und konsumiere, was ich für ein „gutes Leben“ brauche. Interessanterweise ist das nicht viel. Online-Shopping ist zeiteffizient – und bei nachhaltigen Öko-Shops auch hochqualitativ. Daher nutze ich diese auch, wenn ich das Produkt nicht vor Ort finden kann. Zum Grundsatz habe ich mir allerdings gemacht, niemals ein bestelltes Produkt zurückzusenden. Sollte es dennoch mal eine Fehlbestellung geben, verschenke ich die Ware – denn immerhin bin ich der Verursacher dieser Produktnachfrage und somit Teil einer nachhaltigeren Form des Kapitalismus.

 

Barbara und Rainer Rabe
Dorsten

Wir kaufen nur online, wenn wir keine andere Möglichkeit sehen, etwa bei vergriffenen Büchern. Wir achten darauf, möglichst nicht bei Amazon zu kaufen, das wir besonders schrecklich finden. Unsere Abneigung wurde noch durch das „Prime“-Angebot gesteigert, durch das ja noch mehr Autos unterwegs sind, weil dementsprechende Kunden gesondert beliefert werden müssen, worüber viele leider nicht nachdenken. Sie bestellen sogar noch mehr, damit die gezahlte Gebühr sich „lohnt“.

 

Beate Schroer
Bad Feilnbach

Dank Eurer Aufklärung über Amazon werde ich nicht mehr online einkaufen! Ich musste zu oft Ware zurückschicken. Klassisches Shopping ist ja entspannter und macht mehr Spaß! Außerdem schont man ja auch die Augen. Schnäppchen finde ich auch so!

 

Wolfgang Krug
Baunatal

Ich shoppe grundsätzlich nie online. Ein Grund dafür ist die zunehmende Verödung der Innenstädte durch das Geschäftesterben. Hauptgrund aber ist, dass immer weniger Menschen miteinander kommunizieren.

Peter Kuhn
Zorneding

Ich shoppe sehr oft online. Ausnahmen:
frische Lebensmittel, Schuhe und andere Klamotten, die man anprobieren muss. Rücksendungen sind die absolute Ausnahme, eigentlich nur bei defekter oder falsch gelieferter Ware, weil ich mir genau überlege, was ich brauche, bevor ich was bestelle.

 

Margarete Keller
Bremen

Ich habe zwei Mal in meinem Leben online gekauft und werde es nie wieder tun. Die Ware stank furchtbar, ganz abgesehen vom Verpackungsmüll. Und ich bin gegen die schlechten Löhne für die, die mit diesem „Shoppingwahn“ ihr Geld bitter verdienen müssen.

 

Georg Wocher
München

Ich hoffe sehr auf ein Gesetz, das der verantwortungslosen Ressourcenverschwendung Einhalt gebietet.

 

Helga Scherzinger
Freiburg

Kunden lassen sich beraten, bestellen aber bei Billiganbietern. Dafür habe ich kein Verständnis. Wir Verbraucher sind gefragt!

 

Renate Prugger-Ebert
Landkreis Rottal-Inn

Wir haben auf dem Land weite Anreisen zu Geschäften und dann keine Vergleichsmöglichkeit. Ich brauche große Kleidungsgrößen und die sind meist nicht vorrätig. Ich bestelle daher online, das ist sehr praktisch, auch wegen der Bewertungen zu Produkten, Preisvergleichen und dem überschaubaren Zeitaufwand.

 

Karin Schaal
Stuttgart

Früher habe ich gerne bei Versandhäusern bestellt und tue das gelegentlich auch jetzt noch. In den Zeiten vor Amazon, Zalando und Co. wurde das als altmodisch belächelt, jetzt ist es cool! Zurückgeschickt habe ich äußerst selten etwas.

 

Norbert Pieper
Påryd (Schweden)

Da ich hier gewisse Produkte nur bekomme, wenn ich 80 km mit dem Auto fahre (kein ÖPNV vorhanden), beschaffe ich sie mir via Internet. Das geschieht nicht oft und zurück ging bisher noch nichts. Würde ich bei oder in einer Stadt wohnen, käme Interneteinkauf bei mir nicht vor (Ressourcenverschwendung, Transportflut, Zerstörung des lokalen Handels).

 

Erika Materne
Pullach

Dass uns die Werbung versucht klarzumachen, was wir brauchen um glücklich zu sein, ist eine Sache. Dass wir das auch glauben und danach handeln, ist eine völlig andere. Die vielen Paketwagen müssen die reinsten Glücksbringer sein. Ich kaufe nur das, was ich wirklich brauche oder was nicht mehr funktioniert. So etwas nennt man dann Konsummuffel.

 

Anja Tölke
Münsterland

Ich bin grundsätzlich bemüht, ökologisch und nachhaltig zu leben. Jedoch bin ich durch meine Schwerbehinderung relativ eingeschränkt. Online-Shops sind für mich ein Segen! Ich schaue mir die Dinge im Netz aber immer genau an, bevor ich sie bestelle. Seitdem ich letztens einen Beitrag über Amazon und deren katastrophalen Umgang mit Rücksendungen gesehen habe (so eine maximale Verschwendung von Ressourcen macht mich wütend!), achte ich aber noch viel mehr darauf, was ich wo und bei wem bestelle.

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Unsere Frage an Sie:
Achten Sie beim Einkauf darauf, ob die Ware Palmöl enthält? Wie vermeiden Sie es?