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Gezerre ums Deutschlandticket

Elf Millionen Deutschlandtickets sind verkauft. Doch trotz dieses Erfolges streitet Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) mit den Ländern über die Finanzierung der zusätzlichen Kosten. Dabei zeigt ein Greenpeace-Kostenvergleich, wie relativ klein die fehlende Summe ist: Die Finanzierungslücke des Bundes von 200 Millionen Euro entspricht nach jüngstem Preisstand den Kosten für 1,2 Kilometer der umstrittenen A100 in Berlin (act.gp/3ZO5v8s). Anfang November beschlossen Bund und Länder zwar den Fortbestand des Tickets, ab Mai 2024 könnte es aber teurer werden. „Wenn die Menschen jederzeit mit einer Preiserhöhung rechnen müssen, würgt das den Erfolg des Tickets ab, noch bevor es richtig angekommen ist“, sagt Greenpeace-Verkehrsexpertin Clara Thompson. Greenpeace machte sich für ein erschwingliches Nahverkehrs-ticket stark, das auch einen bundesweiten Sozialtarif beinhaltet: „Das Deutschlandticket kann ein Quantensprung für die Mobilitätswende werden, aber dafür brauchen Menschen und Unternehmen die Sicherheit, dass der Ticketpreis weiter gilt und das Angebot konsequent ausgebaut wird“, sagt Thompson. Um die Beliebtheit des klimaschonenden ÖPNV-Tickets zu belegen, befragte Greenpeace 90 Dax-Firmen: 46 von ihnen, also mehr als die Hälfte, bieten demnach das Deutschlandticket als Jobticket an. Mehr Infos zur Befragung: hier