Für den Schutz des Klimas und der Umwelt ist Greenpeace auf allen Kontinenten aktiv – mit vielen mutigen und kreativen Aktionen

Conwy County Borough Wales
Im Sommer 2026 wüteten hier schwere Waldbrände – nun nutzten Aktivist:innen von Greenpeace UK die verkohlte Landschaft als riesige Leinwand: „Unser Haus brennt, Andy“, stand dort neben einer Illustration, auf der Premierminister Andy Burnham Öl in die Flammen gießt. Ein eindrücklicher Appell an Burnham, der Klimakrise mehr Beachtung zu schenken und Anträge auf neue Öl- und Gasbohrungen in der Nordsee abzulehnen. Das Kunstwerk wurde mit umweltfreundlicher, plastikfreier Farbe geschaffen.

Hilversum Niederlande
An einem weiteren extrem heißen Tag des vergangenen Sommers gaben Aktivist:innen von Greenpeace Niederlande dem Bahnhof von Hilversum einen passenderen Namen. Angesichts von Temperaturen, die immer häufiger über 30°C steigen, machten die Protestierenden auf die Klimakrise aufmerksam und betonten, dass solche Wetterereignisse keine Ausnahmen mehr sind. Auch andere Bahnhöfe wurden neu benannt: Aus „Amsterdam“ wurde „Amsterwarm“, „Rotterdam“ wurde zu „Hotterdam“ und „‘s-Hertogenbosch“ zu „Smelthogenbosch“ („Smelt“ bedeutet auf niederländisch „schmilzt“.).

Rechnitz Österreich
In Burgenländischen Steinbrüchen haben Firmen jahrzehntelang Kies und Sand abgebaut, die Asbest enthielten. Das krebserregende Mineral gelangte so auf Grundstücke von Schulen und Kindergärten in Ostösterreich und Westungarn, wie Greenpeace feststellte. In der ungarischen Stadt Szombathely wurde der Gesundheitsnotstand ausgerufen, nachdem bei Luftmessungen eine extreme Belastung festgestellt wurde. Die Greenpeace-Büros Österreich und Ungarn haben eine Karte eingerichtet.

Yaounde Kamerum
Kameruns Hauptstadt Yaounde ist wegen ihrer Topografie und unzureichender Kanalisation anfällig für Überschwemmungen und Erdrutsche. Nun bringt die Klimakrise immer heftigere Regenfälle mit sich, die das Problem rasant verschärfen. Aktivist:innen von Greenpeace versahen die populären Motorradtaxis mit Aufklebern und informierten die Fahrer:innen. So schufen sie ein Netzwerk aus Botschaftern, die Fahrgäste über Prävention und Sicherheitsmaßnahmen informieren.

Manzanillo Mexiko
Stoppt das hungrige Meeresmonster! Die US-Regierung unter Donald Trump will am Meeresboden in der Clarion-Clipperton-Zone zwischen Hawaii und Mexiko Manganknollen abbauen, die wertvolle Rohstoffe enthalten. Das Vorhaben ist ein Verstoß gegen internationale Abkommen und eine enorme Gefahr für die Artenvielfalt. Aktivist:innen von Greenpeace Mexiko entrollten dieses Banner auf dem Meer, um Mexiko aufzufordern, sich dem Druck der USA zu widersetzen.

Ostsee vor Fehmarn Deutschland
Aktive von Greenpeace führten Abgeordneten des Deutschen Bundestags, des Europäischen und des dänischen Parlaments die Gefahren vor Augen, die von der russischen Schattenflotte ausgehen. Russland finanziert seinen Angriffskrieg gegen die Ukraine auch durch den Verkauf von Öl, das mit diesen veralteten, unterversicherten Tankern transportiert wird. Die Politik tut noch immer zu wenig, um diese Umweltgefahr zu beenden. Das Schlauchboot mit den Umweltschützer:innen und Politiker:innen näherte sich einem Tanker, der etwa 100.000 Tonnen Rohöl geladen hatte.

Kinshasa D.R. Kongo
Greenpeace Afrika setzt ein Zeichen gegen Plastikverschmutzung in der Hauptstadt der Demokratischen Republik Kongo: Gemeinsam mit der Initiative River Cleanup, lokalen Behörden und Freiwilligen organisierte Greenpeace eine Aufräumaktion am Kongo-Fluss. Mehr als 4600 Plastikflaschen waren schnell gesammelt. Ziel war es, festzustellen, welche Unternehmen besonders viel des Plastikmülls verursacht haben. Eine wichtige Information, um auf mehr Herstellerverantwortung hinzuwirken.