Foto: Maria Feck/Greenpeace
Bildungsmaterialien in verschiedenen Formaten und für mehrere Förderbedarfe stehen zur Verfügung.
Umweltschutz und Bildung – für Greenpeace gehört beides eng zusammen. Seit mehr als zehn Jahren betreibt Greenpeace Deutschland daher Bildungsarbeit. Der Gedanke dahinter: Es genügt nicht, Missstände sichtbar zu machen. Menschen müssen auch erfahren, was sie tun können, um Probleme zu lösen.
Denn Wissen allein kann lähmen. „Gerade junge Menschen werden mit Krisennachrichten konfrontiert, ohne dass Lösungen mitgeliefert werden“, erklärt Dietmar Kress, Leiter des Bildungsteams. Das könne Verzweiflung erzeugen. Anders sei es, wenn Lehrer:innen oder Umweltschützer:innen konkrete Wege zum Engagement zeigten. Dann werde aus Wissen eher Aktivität – wie das Greenpeace-Klimaschulprojekt ‚Schools for Earth‘ zeigt“, sagt Kress.
„Auf dem Weg Richtung Klima-neutralität und Nachhaltigkeit stoßen wir in der Schule auf dieselben Herausforderungen wie vor dem Schultor“, so Kress weiter. Schule könne als gesellschaftliches Labor einen Raum schaffen, in dem Schüler:innen lernen, Zielkonflikte demokratisch aufzulösen – etwa bei Forderungen nach mehr Veggie-Tagen in der Mensa oder nach Zug- statt Flugreisen bei Klassenfahrten.
Internationale Studien zeigen: Junge Menschen sind besorgt über die Klimakrise. Viele berichten von Gefühlen wie Trauer, Wut und Hilflosigkeit. „Dem setzt unsere Bildungsarbeit Selbstwirksamkeit durch Beteiligung entgegen“, erklärt Kress.

Dietmar Kress überreicht Schüler:innen des Kranich-Gymnasiums Salzgitter 2024 die „Schools for Earth“-Auszeichnung für Nachhaltigkeit.
Lösungen für komplexe gesellschaftliche Fragen zu finden, erfordert fundierte Argumente. Mehr als 50 Greenpeace-Unterrichtsmaterialien bilden dafür eine Grundlage. Über eine Million Schülerinnen und Schüler arbeiten damit jedes Jahr.
Wichtig ist auch die Arbeit mit Ministerien und in der Lehrerfortbildung. Hinzu kommen Projekte mit anderen Bildung-sorganisationen – wie die Kampagne „Schule zeigt Haltung“, die Lehrer:innen hilft, sich anti-demokratischen Tendenzen entgegenzustellen.
Um seine Forderungen zu untermauern, engagiert das Bildungsteam sich auch in der Sozialforschung und erhebt Daten zum Nachhaltigkeits- und Demokratiebewusstsein junger Menschen.
Das alles wäre nicht möglich ohne Förderung durch die Postcode Lotterie. Die gemeinnützige Sozial-lotterie finanzierte 2019 eine Vergrößerung des Bildungsteams. Und ihre Förderung unterstützt seine Arbeit bis heute. Auch die Postcode Lotterie ist überzeugt: Bildungs-arbeit ist unverzichtbar im Umwelt- und Klimaschutz.

Rechnerisch lernen jedes Jahr mehr als eine Million Schüler:innen mit Greenpeace-Material.
„Es ist schön zu sehen, wie junge Menschen durch diese Bildungsarbeit nicht nur Wissen gewinnen, sondern auch den Mut, selbst aktiv zu werden“, so Katja Diemer, Head of Charities bei der Postcode Lotterie.
Und das Bildungsteam entwickelt sich weiter: So arbeitet es derzeit an der Frage, wie die künstliche Intelligenz Umwelt- und Klimabildung voranbringen kann.
Ob Schulprojekte, Unterrichts-materialien, politische Arbeit oder die Ausstellung in der Hamburger Hafencity: Die Greenpeace-Bildungsarbeit will Lehrende und Lernende ermutigen und befähigen, Lösungen für die Krisen unserer Zeit zu finden.


