
Liebe Förderinnen und Förderer,
beim Umweltschutz ist das Verstehen nur der erste Schritt. Um Ziele zu erreichen, braucht es mehr: Die Erfahrung, dass eigenes Handeln einen Unterschied macht. Hier setzt unsere Bildungsarbeit an. Junge Menschen sollen Krisen verstehen und lernen, die Zukunft mitzugestalten.
Das ist auch das Ziel bei unserer „Deep Arctic Expedition“. Sie zeigt, was durch den ungezügelten Hunger nach Rohstoffen auf dem Spiel steht. In 3000 Metern Tiefe haben Forscher:innen faszinierende Lebensräume und bislang unbekannte Arten entdeckt. Die Bilder aus der Tiefsee machen sichtbar, was auf dem Spiel steht – und warum diese einzigartigen Ökosysteme vor dem Tiefseebergbau geschützt werden müssen.
Ob im Klassenzimmer oder in den Tiefen des arktischen Ozeans: Verstehen ist der Anfang. Entscheidend ist dann, was daraus entsteht. Denn Zukunft passiert nicht einfach. Sie wird von Menschen gestaltet, die Verantwortung übernehmen und handeln.
Ein weiteres Thema, das mich zuletzt sehr beschäftigt hat: Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt hat fast jede zweite Person rechtsextrem gewählt. Das ist alarmierend. Greenpeace ist überparteilich, aber nicht neutral, wenn Demokratie und Menschenrechte in Gefahr sind. Denn beides ist auch die Basis für Umwelt- und Klimaschutz.
Demokratie verteidigt sich nicht von selbst. Sie braucht Menschen, die widersprechen, wenn Hass und Falschinformationen den öffentlichen Raum vergiften. Dafür stehen wir. Jetzt zählt, was wir als demokratische Gesellschaft tun.
Die Weltlage lässt Optimismus fast naiv erscheinen. Doch die Zuversicht wächst, wenn wir sehen, dass Handeln etwas verändert. Seit 55 Jahren zeigt Greenpeace immer wieder, dass Wandel möglich ist. Das schaffen wir nur mit Ihrer Unterstützung. Dafür danke ich Ihnen. Bleiben Sie uns verbunden.
Ihr

Martin Kaiser