Meldungen

Die Krise ist da

Greenpeace fordert Tempo beim Klimaschutz

Lebensgroße Eisfiguren, eine erschreckende Zahl und jede Menge Schmelzwasser: Aktive von Greenpeace haben am 27. August auf dem Berliner Gendarmenmarkt an die Opfer des Extremsommers 2026 erinnert. Seitdem stieg die Zahl weiter: 16.000 Menschen sind laut Robert Koch Institut in diesem Sommer vorzeitig an den Folgen der Hitze gestorben. Während die Eisfiguren in der Augustsonne schmolzen, zeigte der Protest: Die Klimakrise ist keine abstrakte Zukunftsfrage. Sie ist hier und jetzt bittere Realität. Besonders ältere Menschen, Kinder, Schwangere und chronisch Kranke sind gefährdet. Greenpeace fordert mehr Tempo bei Klima- und Hitzeschutz – und eine konsequente Energie- und Wärmewende.

Türen auf für die Wärmewende

Im November ist wieder Tag des offenen Heizungskellers

Wie funktioniert eine Wärmepumpe im Alltag? Was kostet der Umstieg, und wie ist der Wohnkomfort in einer damit beheizten Immobilie? Antworten gibt es dort, wo die Wärmewende bereits stattfindet: im Heizungskeller nebenan. Am 21. November 2026 öffnen beim bundesweiten Tag des offenen Heizungskellers Haus- und Wohnungsbesitzer:innen ihre Türen und berichten von ihren Erfahrungen mit klimafreundlichem Heizen. Ausgerichtet wird die Aktion von Greenpeace und anderen Umweltorganisationen. Ob Wärmepumpe, Photovoltaik, Pufferspeicher oder andere Lösungen: Besucher:innen können Technik im praktischen Einsatz erleben und Fragen stellen.Nach dem erfolgreichen Auftakt 2025 mit mehr als 200 geöffneten Heizungskellern in über 90 Kommunen geht die Aktion nun in die nächste Runde. Machen Sie mit, stellen Sie ihre Fragen zur klimafreundlichen Wärme und lassen Sie sich inspirieren!

Weiter Informationen finden Sie hier.

Zwei Koffer und ein glückliches Wiedersehen

Unter dem Motto „Zukunft statt Gas – Energiewende verteidigen“ demonstrierten Ende Mai 5000 Menschen in Hamm. 2000 von ihnen Manchmal führt eine Verwechslung zu einer Geschichte, die man so schnell nicht vergisst. Greenpeace-Fördermitglied Bettina Küpfer fuhr im Sommer mit der Bahn von Hamburg nach Freiburg. Spät am Abend, nach langer Fahrt mit vier Stunden Verspätung, kam sie endlich an. Zu Hause, beim Auspacken, die Überraschung: Ein unbekanntes Buch. Wie nett, hatte ihr jemand in Hamburg unbemerkt ein Geschenk in den Koffer gelegt? Doch schnell stellte Bettina Küpfer fest: Sie hatte den falschen Koffer mitgenommen. „Die sehen doch auch alle gleich aus!“, lacht sie heute. Am nächsten Tag ein Anruf aus der Hamburger Greenpeace-Zentrale: Ein anderer Fahrgast hatte versehentlich den Koffer der Förderin mitgenommen – und darin nach Hinweisen auf die Besitzerin gesucht. Der Mann fand eine Ausgabe der Greenpeace-Nachrichten. Anhand der aufgedruckten Förderernummer konnte Greenpeace den Kontakt herstellen. Es stellte sich heraus: Der fremde Mann hatte Bettina Küpfers Koffer – und sie hatte seinen. „Ohne die Greenpeace Nachrichten hätten wir unsere Koffer nicht so leicht wiedergesehen“, meint sie. Andere Hinweise auf ihre Besitzer waren in beiden Koffern nämlich nicht zu finden. „Seit 2004 bin ich bei Greenpeace, jetzt weiß ich, wofür die Mitgliedschaft auch noch gut ist“, scherzt Bettina Küpfer.

eine unbekväme wahrheit

Greenpeace zeigt, dass Ikea für massive Schäden in geschützter Wildnis verantwortlich ist

Auf der einen Seite eines der letzten großen Wildnisgebiete Europas, Heimat von Braunbär, Wolf, Luchs und einer beispiellosen Artenvielfalt. Auf der anderen Seite ein Möbelkonzern: sympathisch, bezahlbar, voll skandinavischer Leichtigkeit. Dieser Konzern heißt Ikea, und für seine Profite werden schützenswerte Wälder der rumänischen Karpaten zerstört. Als weltgrößter Möbelkonzern und größter privater Landbesitzer Rumäniens bezieht Ikea jährlich geschätzte 408.000 m³ Frischholz aus Rumänien – das entspricht einem Verlust von rund 20 km² wertvoller Waldfläche pro Jahr. Eine Greenpeace-Untersuchung legt massive Zerstörungen in einem Natura-2000-Schutzgebiet offen: Gerade noch ein lebendiges Ökosystem, erstreckt sich dort nun eine Wüstenlandschaft. Es wird Jahrhunderte dauern, bis sich der Wald erholt. Die Spur der Zerstörung führt direkt in die Lieferkette von Ikea: Bei Zulieferern wird das über viele Jahrzehnte gewachsene Holz zu kurzlebigen Produkten wie dem Sniglar-Bett oder der Bekväm-Tritthocker verarbeitet. Ikea verspricht Nachhaltigkeit. Doch zwischen Versprechen und Realität klafft eine riesige Lücke: Der Konzern hat nicht einmal verbindliche Artenschutzziele mit messbarer Ausgangsbasis und Frist. Und er verlässt sich auf Zertifizierungen, die ökologisch wertvolle Wälder nicht zuverlässig anerkennen. Am Ende dieses Hefts finden Sie eine Postkarte an den Chef von Ikea-Deutschland. Protestieren auch Sie gegen Ikeas zerstörerische Geschäfte!

Grün kühlt

Ehrenamtliche engagieren sich für mehr Natur in Städten

2026 war einer der wärmsten Sommer seit Aufzeichnung – der Asphalt glühend heiß, die Hitze zwischen den Häusern unerbittlich, große Flüsse wie der Rhein stellenweise ausgetrocknet. In der Klimakrise wird das keine Ausnahme bleiben. Hilfe bietet die Natur: Mehr Grün in unseren Städten – das kühlt und macht unsere Städte lebenswerter. Deshalb waren Greenpeace-Ehrenamtliche im Sommer bundesweit für mehr Stadtnatur aktiv. Sie haben unter anderem Gespräche mit Politiker:innen geführt und mit Infrarotthermometern sowie Wärmebildaufnahmen eindrücklich gezeigt, wie enorm die Temperatur­unterschiede zwischen Asphalt- und Grünflächen sind. Jugendliche zeigten bei einer Aktion in Erlangen, wie Baumschatten die lokale Temperatur senkt. Auch nach dem Sommer bleiben die Ehrenamtlichen in Gesprächen mit Politik und Verwaltung, um die Umsetzung von Hitzeaktionsplänen und Klima­anpassungsstrategien voranzutreiben – zum Wohle der Bewohner:innen. Denn die mehr als 2300 Einträge auf der Hitze-Hotspot-Karte von Greenpeace zeigen: Heiß war es in diesem Sommer besonders häufig auf Markt- und Bahnhofsvorplätzen, in Fußgängerzonen oder auf Schulgeländen. An Orten also, an denen sich viele Menschen aufhalten.

Klagen fürs Klima

Umweltpreis für Anwältin Roda Verheyen

Sie trägt Robe statt Protestplakat – und kämpft trotzdem leidenschaftlich für den Klimaschutz: Die Rechtsanwältin Dr. Roda Verheyen wurde Anfang September mit dem Deutschen Umweltpreis ausgezeichnet. Ein Preis für eine Juristin, die zeigt: Mutige Klagen können Klimaschutz stärken. Greenpeace gratuliert herzlich. Seit Jahrzehnten nutzt Verheyen den Rechtsweg, um die Politik beim Klimaschutz in die Pflicht zu nehmen. Ihr wohl größter Erfolg: die Klimaklage vor dem Bundesverfassungsgericht 2021. Das Gericht verpflichtete den Gesetzgeber zu ambitionierterem Klimaschutz. Gemeinsam mit Greenpeace und Germanwatch hat sie 2024 – unterstützt von mehr als 54.000 Menschen – erneut eine Klima-Verfassungsbeschwerde (zukunftsklage.de) eingereicht.

Digitale Spendenbescheinigung

Viele Fördernde bekommen bereits eine digitale Spendenbescheinigung, die – ebenso wie die postalische – Anfang des Jahres versendet wird. Damit wir auch Ihnen Ihre Spendenbescheinigung künftig einfach, ressourcenschonend und papierlos zuschicken können, gehen Sie bitte auf act.gp/email-angeben und teilen Sie uns Ihre E-Mail-Adresse mit.
Sie werden dann automatisch für den elektronischen Versand berücksichtigt.

Grünes testament

Infoveranstaltung rund um den Nachlass

Wer den Umweltschutz über das eigene Leben hinaus unterstützen und Greenpeace im Testament bedenken möchte, hat häufig viele Fragen: Wie wird ein Nachlass ordnungsgemäß abgewickelt? Was passiert mit meinem Hab und Gut? Worum kümmert sich Greenpeace als Erbin konkret? Antworten gibt das kosten­lose Webinar „Mein Grünes Testa­ment – Nachlassabwicklung bei Greenpeace“ am 17. November 2026, von 17 bis 18.30 Uhr. Testamentsvollstreckerin Annette Thewes und Greenpeace-Expertinnen erklären, wie die Nachlassabwicklung bei Greenpeace abläuft. Im Anschluss ist Zeit für Ihre persönlichen ­Fragen. Wir freuen uns auf Ihre Anmeldung!

Melden Sie sich jetzt zum Webinar an und erfahren Sie, worauf es bei der Regelung Ihres Nachlasses ankommt: act.gp/testa-webinar