jetzt gilt es!

Politik

Die jüngsten Ergebnisse bei Landtagswahlen zeigen: Unsere Demokratie ist in Gefahr, ihre Unterstützer:innen sind gefordert. Greenpeace ist bereit
Foto: Anne Barth/Greenpeace
Am Abend der Landtagswahl machten Greenpeace und andere Organisationen in Magdeburg deutlich: „Wir bleiben bunt“.

Die Wahlergebnisse aus Sachsen–Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin haben es nochmals in aller Schärfe gezeigt: Demokratie und Rechtsstaat in Deutschland sind gefährdet. Man kann zu keinem anderen Schluss kommen, wenn, wie in Sachsen-Anhalt, fast 44 Prozent der Menschen eine Partei wählen, die vom Verfassungsschutz  als rechtsextrem eingestuft wird. Wer eine vielfältige Gesellschaft will, in der die Menschenrechte aller gewahrt sind, ist nun aufgerufen, sich gegen den Rechtsruck zu stellen.

Umweltschutz braucht alle an einem Strang: Politik, Wirtschaft, Gesellschaft. Und eine faire, demokratische Diskussion. Greenpeace setzt sich seit Bestehen für eine plurale, offene und freiheitliche Gesellschaft ein, denn: Die in der Greenpeace-Satzung formulierten Ziele Natur-, Umwelt- und Klimaschutz sowie -Frieden und Völkerverständigung sind in einem autoritären System nicht erreichbar. Wir setzen unsere Arbeit für eine lebendige Demokratie nicht nur fort. Wir intensivieren sie.

Greenpeace-Mitarbeiterin Jule Vollhardt spricht auf dem ­Demokratiefestival in Magdeburg.
Greenpeace-Mitarbeiterin Jule Vollhardt spricht auf dem ­Demokratiefestival in Magdeburg.

Am Wahlwochenende im September waren viele Ehrenamtliche von Greenpeace auf dem Magdeburger Domplatz. Als Teil von „Sachsen-Anhalt weltoffen“ feierten sie auf dem Demokratiefestival. 15.000 Menschen kamen zusammen und hörten Redner:innen wie Luisa Neubauer und Acts wie Juli, Provinz und Kerstin Ott. Sie alle zeigten: Sachsen-Anhalt ist weltoffen.

Einen Tag später waren Aktive von Greenpeace gemeinsam mit der DGB-Jugend und dem Bündnis „Solidarisches Magdeburg“ erneut auf dem Domplatz – in bester demokratischer Tradition: Auf dem Platz steht seit 2025 eine Stele in Erinnerung an einen Tag im Jahr 1925: 100.000 Menschen hatten damals für die erste Demokratie auf deutschem Boden demonstriert, die Weimarer Republik.

Greenpeace, DGB-Jugend und Solidarisches Magdeburg wollten diesen Platz am Wahlabend nicht den Rechtsextremen überlassen. Mit tausenden farbigen Papierbögen wurde von Bürger:innen und Aktiven von Greenpeace ein 35 mal 50 Meter großer Schriftzug „Wir bleiben bunt“ gelegt. Der Platz blieb in der Hand derer, die für eine solidarische, offene Gesellschaft stehen.

An einem erschreckenden Wahlabend gelang so ein Zeichen, das zeigt: Die Unterstützer:innen von Demokratie und Vielfalt sind viele. Und zusammen sind sie stark.

Lesen Sie auch das Interview mit dem Greenpeace-Aktiven Henry Schubert über Engagement in schwierigen Zeiten.