Ihre ersten drei Kinder brachte Immaculée Miafo in Dunkelheit und Sorge zur Welt. „Ich war voller Furcht, es könnte dem Baby Schlimmes passieren”, erzählt sie. Das Gesundheitszentrum in ihrem Heimatdorf Gapé Wonougba in Togo war ohne Stromanschluss.
Das ist keine Seltenheit in vielen westafrikanischen Ländern. In ländlichen Gegenden von Togo, Burkina Faso, Niger und Senegal hatten 2022 nur 18 Prozent der Menschen Zugang zu Strom. Unter der mangelhaften Infrastruktur leiden Patient:innen, aber auch die Umwelt. Denn in ihrer Not setzen Verantwortliche oft Dieselgeneratoren ein. Zwar trägt die Region im Vergleich zu Industrieländern kaum zur Klimakrise bei. Doch trotz bester Bedingungen für Solarenergie stammen in diesen Gebieten zwischen 78 und 98 Prozent des Stroms aus fossilen Quellen.
Hier setzt das Projekt „Santé Solaire“ der Organisation Solafrica an. Die Idee: Solarenergie verbessert die Gesundheitsversorgung erheblich. Zudem vermittelt das Projekt Fachwissen direkt an Anwohner:innen und schafft die Basis dafür, dass Betrieb und Ausbau der Solarenergie dauerhaft ohne Hilfe von außen erfolgen können.

Die Umweltstiftung Greenpeace unterstützt Solafrica bei wegweisenden Projekten wie „Santé Solaire“ oder „Scouts go Solar“, bei dem Pfadfinder:innen weltweit an die Solarenergie herangeführt werden. Es sind Projekte, bei denen praktische Hilfe für Menschen und Klimaschutz Hand in Hand gehen.

Derzeit stattet „Santé Solaire“ 42 Gesundheitszentren in Togo, Burkina Faso, Niger und -Senegal mit Solaranlagen aus, 48 Techniker:innen werden ausge-bildet. Zuvor wurden bereits 61 Gesundheitszentren solar elektrifiziert.
Ihr viertes Kind brachte Immaculée Miafo in einem dieser Zentren zur Welt: „Der Raum war hell erleuchtet. Ich fühlte mich sicher und konnte mein Baby direkt nach der Geburt sehen“, erzählt sie.
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