Meldungen

Riesen der Meere Hautnah

Gemeinsam mit der Stiftung Deutsches Meeresmuseum hat Greenpeace ein immersives Ausstellungserlebnis geschaffen

In einer 20 Meter hohen Halle im Ozeaneum am Hafen von Stralsund begegnen Sie den Riesen der Meere in Originalgröße: einem 26 Meter langen Blauwal, einem gespenstisch wirkenden Mondfisch, einem majestätischen Mantarochen oder einem Pottwal im Kampf mit einem Riesenkalmar. Die Modelle wirken täuschend echt, und bläuliches Licht und Wal­gesänge machen die Unterwasserstimmung perfekt. Eine immersive Show mit Lichteffekten, Klängen und dreidimensionalen Bildprojektionen lässt Sie in die Welt der Meeresgiganten eintauchen und vermittelt spannendes Wissen. Übrigens: Viermal jährlich finden direkt am und im Ozeaneum die Greenpeace-Aktionstage statt, bei denen Sie mehr über die Arbeit zum Schutz unserer Ozeane erfahren können.

Gar nicht kuschelig

Greenpeace findet Ewigkeits­chemikalien in C&A-Jacken

Greenpeace Österreich hat elf Jacken der „Iconic Puffer“-Linie der deutsch-niederländischen Bekleidungskette C&A auf Schadstoffe untersuchen lassen. Ein unabhängiges Labor fand in neun von elf Jacken PFAS (sogenannte Ewigkeitschemikalien) unter anderem auch in einer Kinderjacke. Bei drei Jacken lag die PFAS-Belastung deutlich über dem gültigen gesetz­lichen Grenzwert. Eine Herren-Steppjacke überschritt den Grenzwert sogar um das 16-fache. Diese Jacken dürfen in der EU daher nicht verkauft werden. PFAS stehen stark im Verdacht, schwere Krankheiten und Entwicklungsstörungen auszulösen. Greenpeace hat die Ergebnisse an die zuständigen Behörden weitergeleitet.

Gentechnikfreiheit in Gefahr

Supermarkt-Check: Aldi und Rewe fordern strikte Regeln, Edeka und Lidl bleiben vage

Die großen Supermarktketten stehen sehr unterschiedlich zum Einsatz neuer Gentechnik. Aldi Nord und Süd schließen neue Gentechnik auch künftig für ihre Produkte aus und fordern gemeinsam mit Rewe und Penny eine Kennzeichnung und Regulierung. Dagegen posi­tionieren sich Edeka und Netto sowie Lidl und Kaufland weder zur Nutzung noch zur Kennzeichnung. Das zeigt der im Januar erschienene Gentechnik-Supermarkt-Check von Greenpeace. Hintergrund: Die EU plant, dass die meisten Pflanzen aus Verfahren der neuen Gentechnik künftig weder strengen Standards noch einer Kennzeichnungspflicht unterliegen. Für Konsument:innen wäre damit beim Einkauf nicht mehr erkennbar, ob ein Produkt gentechnisch verändert wurde oder nicht. Welche Folgen die geplanten Ausnahmen hätten, zeigt der Greenpeace-Check bei Fleisch, Milch und Eiern. Da tierische Produkte nicht unter die Kennzeichnungspflicht für Gentechnik fallen, ist es den Handelsunternehmen überlassen, ob sie gentechnikfreie Produkte mit ­freiwilligen Siegeln kennzeichnen.

einer von vielen

Schicksal eines Buckelwals mahnt Schutz an

Ein rund 12 Meter langer Buckelwal strandete Ende März vor Timmendorfer Strand. Nach erfolgreicher Befreiung von der Sandbank und einigen Fischernetzen setzte sich sein Irrweg fort. Greenpeace-Mitarbeitende und Aktive unterstützten die Rettungsmaßnahmen. Letztlich war das Tier zu schwach und krank – die Rettungsversuche mussten eingestellt werden. Der Wal hat viele Menschen bewegt. Uns wurde schmerzhaft vor Augen geführt, dass wir die Meere und ihre Bewohner besser schützen müssen. Das Schicksal des Buckelwals ist kein Einzelfall. Jährlich sterben 300.000 Wale und Delfine als Beifang. In Nord- und Ostsee verenden regelmäßig Schweinswale in Stellnetzen. Deswegen fordert Greenpeace wirksame Schutzgebiete weltweit und vor deutschen Küsten, die frei von jeglicher Fischerei sind.

Aufbruch in unbekannte Tiefen

Warum Greenpeace eine Forschungsexpedition in die geheimnisvolle Welt der arktischen Tiefsee unternimmt

Wir wissen weniger über die Tiefsee als über die Oberfläche des Mars. Bei jedem Forschungsprojekt zur Tiefsee erfährt die Wissen­schaft Neues. Zum ersten Mal führt nun eine Forschungsreise von Greenpeace zusammen mit Wissenschaftler:innen in die arktische Tiefsee. Das Team wird im Sommer das Leben und die Wunder der Unterwasserwelt in bis zu 3000 Meter Tiefe untersuchen. Unterwasserroboter werden hinabtauchen – in eine Welt aus Unterwasservulkanen und Seebergen, Heimat noch unbekannter Lebe­wesen und der ältesten Lebensformen der Welt. Dieser einzigartige Lebensraum ist durch den Tiefseebergbau bedroht. Der würde nicht nur den Meeresboden zerstören, er würde sich auf den gesamten Ozean, das Klima und das Leben an Land auswirken. Greenpeace will Forschungsdaten sammeln und der Welt zeigen, warum die Bergbaupläne am Meeresgrund gestoppt werden müssen und die Tiefsee echten Schutz braucht.

Die E-Mobilität
kommt – auch bei uns?

Greenpeace-Studie zeigt: Europa droht den Anschluss zu verlieren

Der weltweite Markt für Elektroautos wächst rasant. Setzt sich die Entwicklung wie zuletzt fort, werden in fünf Jahren erstmals mehr E-Autos als Verbrenner zugelassen. Doch die EU droht laut einer Daten­recherche von Greenpeace den Anschluss zu verlieren. Während der Anteil von E-Autos am globalen Neuwagenmarkt bis 2035 auf etwa 75 Prozent steigen könnte – in China sogar auf 89 Prozent – führt das politisch gebremste Wachstum in der EU nur zu einem Markt­anteil von rund 71 Prozent. „Die E-Mobilität wächst nicht linear, sondern exponentiell. Jetzt entwickelt dieser Wandel seine stärkste Wucht“, sagt Greenpeace-Mobilitätsexpertin Lena Donat. „Millionen Menschen zahlen mit jeder Tankquittung den Preis für eine auf Öl ausgerichtete Verkehrspolitik. Die Bundesregierung muss die E-Mobilität konsequent fördern.“

Holen wir uns das Internet zurück

Warum die Macht von Big-Tech-Unternehmen ein wichtiges Thema für Greenpeace ist

Die rasante Entwicklung von digitalen Technologien wirft nicht nur politische Fragen auf, sie hat auch erhebliche Auswirkungen auf Klima und Umwelt: Anwendungen der Künstlichen Intelligenz (KI) benötigen enorme Rechenleistung und steigern damit den Energie- und Wasserverbrauch. Zugleich wächst der Bedarf an kritischen Rohstoffen, deren Abbau häufig mit der Zerstörung von Ökosystemen verbunden ist. Greenpeace sieht zudem die Gefahr, dass wirtschaftliche Monopolmacht die Demokratie untergräbt. Nötig sind deshalb klare Regeln, Transparenz und demokratische Kontrolle digitaler Infrastrukturen, damit die Technik dem Gemeinwohl und dem Umweltschutz dient.

IM STICH GELASSEN

Greenpeace-Nachhaltigkeitsbarometer offenbart tiefe Vertrauenskrise bei ­Jugendlichen

Die Risikotechnologie CCS (Carbon Capture and Storage) soll das unterirdische Verpressen von Kohlenstoffdioxid ermöglichen. Bislang war das in Deutschland aus gutem Grund verboten, doch im November machten Bundestag und Bundesrat den Weg frei für CCS. Zunächst betrifft das nur den Meeresboden. Die Bundesländer haben aber die

70 Prozent der jungen Menschen zwischen 15 und 24 Jahren fühlen sich von der Politik beim Klimaschutz nicht unterstützt. Laut einer repräsentativen Befragung im Auftrag von Greenpeace haben ebenso viele das Gefühl, die Fehler früherer Generationen ausbaden zu müssen. Während Klimathemen wichtig bleiben, stehen sie in der Wahrnehmung vieler zunehmend im Wettbewerb mit sozialen Sorgen wie steigenden Lebenshaltungskosten. Auch im Bildungssystem sehen die Befragten Defizite: Nur 16 Prozent der Schüler:innen und neun Prozent der Studierenden fühlen sich sehr gut auf die Zukunft vorbereitet. Angesichts der Ergebnisse fordert Greenpeace Mitspracherechte für junge Menschen, um dem Vertrauensverlust in die Demokratie entgegenzuwirken.

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Bald wird gewählt

Machen Sie mit!

Es ist wieder so weit: Die Kandidat:innen für die Wahl der stimmberechtigten Mitglieder des Greenpeace e. V. werden nominiert. Auch Sie als Fördermitglied können stimmberechtigtes Mitglied im Verein werden. Voraussetzung dafür ist, dass Sie sich ehrenamtlich in einer der vielen deutschlandweit verteilten Greenpeace-­Gruppen engagieren (siehe greenpeace.de/mitmachen).

Bewerbungsschluss ist der 31.5.2026

Weitere Fragen beantwortet das Team Engagement unter: engagement@greenpeace.de

Menschenrechte im Kino

Geschichten können bewegen – oft stärker als Fakten allein

Diese Kraft nutzt das Human Rights Film Festival Berlin, das im April unter dem Motto „Where Stories Fight Back“ 24 spannende Dokumentarfilme zeigte. Die Themen reichen von Menschenrechten über Klimagerechtigkeit bis hin zu globalen Krisen. Unterstützt wurde das Festival von Greenpeace Deutschland. Viele der auf dem Festival gezeigten Filme setzen an, wo auch Greenpeace aktiv ist: Bei den Ursachen von weltweiter Ungerechtigkeit und Ausbeutung. Das Filmfestival machte sichtbar, was oft verborgen bleibt: wie eng Klimakrise, politische Entscheidungen und Menschenrechte verbunden sind.