Editorial

Nina Schoenian

Nina Schoenian, geschäftsführende Vorständin Greenpeace e. V.
Nina Schoenian, geschäftsführende Vorständin Greenpeace e. V.

Liebe Förderinnen und Förderer,

manchmal hilft ein Blick in die Ferne, um zu erkennen, was möglich ist. Während Deutschland noch über die Energiewende streitet, hat Uruguay sie längst vollzogen: 90 bis 98 Prozent des Stroms kommen dort aus erneuerbaren Quellen. Das kleine Moldau vervielfacht seine Solar- und Windkapazitäten in wenigen Jahren. Und in der ostukrainischen Stadt Trostjanez versorgt ein von Greenpeace mitentwickeltes Pilotprojekt 60 Wohnungen mit erneuerbarer Energie. Mitten im Krieg. Diese Beispiele zeigen: Die Energiewende ist machbar. Man muss sie nur wollen.

Das ist die Botschaft dieser Ausgabe – und sie stimmt mich zuversichtlich. Denn die Trends sind eindeutig: Erneuerbare sind günstiger, verlässlicher und unabhängiger als fossile Energien. Während ich diese Zeilen schreibe, schießen die Preise für fossile Energieträger wegen des Kriegs im Iran und des versperrten Seewegs in die Höhe. Wind und Sonne hingegen müssen nicht durch die Straße von Hormus.

Ja, die politische Lage ist schwierig – in Deutschland wie international. Aber der Ausbau erneuerbarer Energien geht weltweit rasant voran. Das zeigt sich überall dort, wo mutig entschieden und gehandelt wird.

Genau das ist es, wofür Greenpeace steht und wofür Sie sich gemeinsam mit uns engagieren. Mit Ihrer Unterstützung können wir Projekte wie das in Trostjanez anstoßen, können wir aufdecken, informieren und Lösungen entwickeln. Danke, dass Sie dabei sind.

Ihre

Nina Schoenian