Belastung für die Kinder

Für Kinder und Jugendliche sind Quarantäne, Kontaktbeschränkung und Homeschooling maximal belastend.

Die Belastung kann durch gute Beziehungsarbeit aufgefangen werden – zumindest ein Teil davon. Dafür bräuchte es die Schulen, die auch in der Krise die Distanz meistern, Technik sinnvoll nutzen und Beziehungen pflegen (Klaus Zierer). Schulen müssen raus aus dem System der Angst (Micha Pallesche).

Der Ausbau psychologischer Hilfen für Kinder und Jugendliche insbesondere für die Behandlung von Angst-, Zwangs- und Verhaltensstörungen ist unabdingbar. Allein 2020 haben vier Millionen Kinder eine psychische Diagnose erhalten, gleichzeitig fehlen viele Behandlungsplätze (Eva Frank).

Die Wissensvermittlung und vor allem die Kompetenzenförderung im Fernunterricht sind eine Herausforderung für alle Beteiligten. Besonders benachteiligt sind dabei die Kinder und Jugendlichen, die nicht auf die notwendige familiäre Unterstützung zurückgreifen können. Alle Schüler:innen lernen im Homeschooling weniger, besonders wenig die Kinder aus bildungsfernen Milieus. Fehlende Endgeräte wie Tablets oder Vierfarbdrucker, mangelnde Sprachkompetenz und vieles mehr – die Vielfalt der Zugangsbarrieren zu Lerninhalten im Fernunterricht kann so gravierend sein, dass Eltern als stützende Hilfe völlig überfordert sind. Dann wird die Krise zum Brandbeschleuniger in Sachen Bildungsungerechtigkeit und Digitalisierung wird zu ihrem Treiber (Klaus Zierer).